Was ist der DFB-Stützpunkt?

Diesen Begriff hört ein Fussballspieler in der Jugend oft, nur was ist das? Vor allem ist hier die Frage ob ein Jugendlicher begreift, dass der DFB Stützpunkt der erste Schritt zur Profikarriere ist?

Die DFB Stützpunkte sind wenn man so will ein Netz von Talentscouts. In jedem Verband gibt es mehrere Stützpunkte, die von ausgewählten Trainern geleitet werden. Das heißt, wenn ein Spieler talentiert ist und am Stützpunkt teilnehmen darf, das setzt voraus dass er sich beim Stützpunkt-Trainer um ein Probetraining fragt oder von diesem gesehen und eingeladen wird, wird dieser außerhalb seines regulären Vereinstrainings außerordentlich trainiert.

Diese Trainer haben direkte Kontakte zu den Trainern der Kreisauswahl, Verbandsauswahl oder Landesauswahl, wohin sie die talentiertesten Spieler dann vorschlagen.

DFB-Stützpunkt

Talentförderung Bernburg ist DFB-Stützpunkt

Talentförderung Bernburg ist DFB-Stützpunkt

Bernburg. Nun ist es amtlich. Seit dieser Woche gehört Bernburg zu den 16 Stützpunkten des Deutschen Fußball Bundes in Sachsen-Anhalt. „Das ist ein besonderer Tag für den Fußball in Bernburg. Wir unterstützen Vereine, die auf den Nachwuchs setzen und eine breite Basis für die Spitze schaffen. Der TV Askania hat sich in den vergangenen Jahren kontinuierlich entwickelt und ist nicht zufällig in die Oberliga aufgestiegen“, erklärte DFB-Stützpunkt-Koordinator Frank Gifhorn bei der Eröffnung des neuen Stützpunktes in der Saalestadt. Sämtliche Trainingsutensilien wie Hütchen, Kegel, Stangen oder Leibchen stellt der Deutsche Fußball Bund, der jährlich 10 Millionen Euro in den Nachwuchs investiert.

Thomas Diedrich, der die Herrenmannschaft des TV Askania betreut und zugleich als Lehrbeauftragter im Bereich Sportspiele an der Martin Luther-Universität in Halle tätig ist, sowie Björn Lehmeier werden die besten D-Jugend-Kicker aus dem Salzlandkreis zweimal in der Woche trainieren. „Das sind zwei Trainer, die über genügend Erfahrung im Männer- und Nachwuchsbereich verfügen“, so Gifhorn, für den nicht nur die Nähe Bernburgs zu Schönebeck, Calbe oder Nienburg eine Rolle bei der Auswahl spielte. „Die sportliche Infrastruktur stimmt. Für das Training im Winter ist auch eine Halle vorhanden. In der Region gibt es viele Kinder, deren Talent gefördert werden kann“, sagte der DFB-Stützpunktkoordinator.

Können muss in der Talentliga gezeigt werden

Ihr Können müssen die besten Nachwuchskicker Woche für Woche sowohl im Training als auch in der neu geschaffenen Talentliga beweisen. Um das Leistungsvermögen zu überprüfen, überlassen die Verantwortlichen nichts dem Zufall. Die Kinder müssen nicht nur bei halbjährlichen Tests den Nachweis erbringen, am Stützpunkt trainieren zu dürfen. „Wir sichten alle Partien der Talentliga und setzen dabei verschiedene Beobachter ein, um ein möglichst objektives Ergebnis zu erhalten. Außerdem werden die Spiele auf Video aufgenommen und genau analysiert“, erläuterte Gifhorn die Arbeitsweise.

Seit 1990 wird in Sachsen-Anhalt auf diese Art und Weise versucht, den Nachwuchs an die Spitze zu führen. Die mühsame Arbeit trägt Früchte. „60 Prozent der Jungs der Jahrgänge 1990 bis 1995, die derzeit in der Verbandsliga spielen, kommen aus unseren Stützpunkten“, kann Gifhorn Ergebnisse vorzeigen. Einige Jungs haben sogar den Sprung in den bezahlten Fußball geschafft. Der prominenteste Kicker ist dabei Marcel Schmelzer, der 1990 am Stützpunkt in Magdeburg trainierte.

Quelle: Mitteldeutsche Zeitung - Lokalsport Bernburg

12.09.2014

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